Je älter man wird, desto häufiger wird man mit kleinen oder größeren gesundheitlichen Problemen konfrontiert. Mit fortschreitendem Alter will der Körper einfach nicht mehr mit dem Geist mithalten. Die Wahrscheinlichkeit, an Erektionsstörungen zu leiden steigt mit zunehmendem Alter rapide an. 30 Prozent aller Männer leiden ab 50 an irgendeiner Form der Potenzstörung. Die Gründe hierfür sind vielschichtig und unterscheiden sich von Mensch zu Mensch. Seit 1998 gibt es für Männer die Lösung in Form einer kleinen blauen Pille, genannt Viagra.

Viagra – das kleine Wundermittel

Die kleine blaue Potenzpille enthält den Wirkstoff Sildenafil, der einige Jahre davor von der pharmazeutischen Firma Pfizer entdeckt wurde. Er wurde im Zuge einer völlig anderen und nicht verwandten Studie als Nebenerscheinung während der ersten Testreihen am Menschen zum ersten Mal festgestellt. Durch die Einnahme des Wirkstoffes konnte sich die Potenz bei den meisten Probanden dramatisch verbessern. Pfizer hatte schnell erkannt, dass es sich hier um einen Jahrhundertfund handelt und mehr in die weitere Erforschung des Wirkstoffes investiert. Das Ergebnis ist die heutzutage überall erhältliche und viel kopierte Potenzpille „Viagra“, deren Wirkung bis heute in unterschiedlichen Studien bestätigt wurde. Es gibt mittlerweile eine Reihe an Potenzpillen, die alle vom Prinzip her gleich funktionieren.

  • Viagra
  • Cialis
  • Levitra

Unterschiede im Vergleich

Alle 3 Präparate werden zur Behandlung von Erektionsstörungen verwendet (erektile Dysfunktion). Es gibt jedoch Unterschiede zwischen den drei Potenzpillen, da sie zwar auf dem gleichen Prinzip basieren, aber einen andern Wirkstoff verwenden.

Viagra enthält Sildenafil, während Cialis der Potenzschwäche mit Taldalafil und Levitra mit Vardenafil den Kampf ansagen. Alle drei gehören zu den so genannten PDE-5-Hemmern. Durch die Einnahme wird das Bindegewebe im Penis gestärkt, was die Durchblutung anregt und vor allem den Abfluss des Blutes aus dem Penis reduziert. Durch diesen Prozess entsteht eine Erektion. Je nach Potenzpille kann die Wirkungsweise dieser zwischen 8 Stunden bei Viagra und Levitra und bis zu 36 Stunden bei Cialis anhalten. Nach der Einnahme müssen sie ungefähr 30 bis 60 Minuten warten, bis die Potenzmittel ihre Wirkung zeigen.

Aufgrund der Tatsache, dass es sich um verschiedene Wirkstoffe handelt, unterscheiden sich die Potenzpillen auch in der Dosierung. Beispielsweise enthält eine reguläre Dosierung von Viagra ungefähr 50 Milligramm, während die Einnahme von Cialis je nach Bedarf zwischen 5 und 20 Milligramm beträgt.

Ebenfalls wichtig zu erwähnen ist die Tatsache, dass Viagra und seine Konkurrenzprodukte lediglich den Blutfluss im Penis anregen, um eine Erektion zu ermöglichen, nicht aber die mentale Einstellung zum Geschlechtsverkehr beeinflusst. Wer also mit einer niedrigen Libido zu kämpfen hat, wird mit Potenzpillen keine Veränderung wahrnehmen können.

Gibt es Nebenwirkungen?

Die Verwendung von Potenzpillen ist in der Regel unbedenklich, jedoch handelt es sich um ein Arzneimittel, wodurch unweigerlich einige Nebenwirkungen möglich sind. Diese rangieren von Kopfschmerzen und Hautrötungen bis hin zu einem allgemeinen Gefühl des Unwohlseins. Daher ist es unbedingt notwendig, dass die Dosierung von einem Arzt bestimmt wird und die Potenzpille nicht über das gestattete Limit hinweg missbraucht wird, egal ob es sich dabei um Viagra, Cialis oder Levitra handelt.

Zudem dürfen Sie Potenzpillen nicht einnehmen, wenn Sie unter einer Reihe an Krankheiten leiden, wie beispielsweise Diabetes oder an schwachen Blutdruck im Allgemeinen, anderen Blutkrankheiten sowie diversen Augenkrankheiten. In weiterer Folge ist die Kombination einiger Medikamente zusammen mit Potenzpillen ebenfalls gefährlich. In jedem Fall sollten Sie vor Einnahme von Viagra, Cialis und Levitra einen Arzt konsultieren.

Letztendlich handelt es sich hierbei um Nebenwirkungen, wie man sie auch bei allen anderen Medikamenten vorfindet und allgemein ist zu sagen, dass Potenzpillen nicht umsonst so erfolgreich geworden sind. Sie lösen ein fundamentales Männerproblem, welches vor allem im fortschreitenden Alter immer mehr und mehr Männer betrifft und bei ansonsten guter Gesundheit ist deren Einnahme nach korrekter Dosierung eines Arztes absolut bedenkenlos.