Mit Potenzproblemen hat schon so ziemlich jeder Mann zumindest einmal in seinem Leben zu tun gehabt. Auf der einen Seite ist Impotenz durchaus häufig mit psychologischen Faktoren in Verbindung zu bringen, doch dies ist nicht immer der Fall. Medizinische Ursachen dürfen nicht vernachlässigt werden, auch wenn man als Mann üblicherweise nicht gerne zum Arzt geht. Gerade der eigene Hormonhaushalt und ein Ungleichgewicht können beim Mann unterschiedliche Auswirkungen auf den Körper haben, darunter eben auch die erwähnte Impotenz. Im Speziellen ist dabei ein Testosteronmangel der Übeltäter vieler männlicher Leiden. Doch welche Rolle spielt Testosteron im Körper eines Mannes und welche Symptome sind typisch, wenn der Körper zu wenig Testosteron produziert?

Testosteron und seine Bedeutung für den männlichen Körper

Testosteron ist das männliche Geschlechtshormon, im Gegensatz zu Östrogen, welches als das weibliche Geschlechtshormon bekannt ist. Testosteron ist für eine Vielzahl an unterschiedlichen Funktionen im männlichen Körper verantwortlich, wie beispielsweise:

  • Psyche des Mannes
  • Muskelaufbau und Knochendichte
  • Fettabbau
  • Libido und Fortpflanzungsfähigkeit

Testosteron wird üblicherweise in ausreichenden Mengen vom Körper selbst, hauptsächlich in den Hoden, produziert. Äußere Einflüsse können die Produktion jedoch beeinträchtigen. Sex und Testosteron sind eng miteinander verstrickt. Stark unterschätzt werden auch die psychischen Auswirkungen, die Testosteron auf den männlichen Körper hat. Unterschiedliche Studien zeigen, dass das Hormon nämlich nicht nur einen optischen Einfluss auf das Erscheinungsbild eines Mannes in und nach der Pubertät hat. Eine tiefere Stimme, Bartwuchs und eine stärkere Körperbehaarung haben wir unter anderem dem Testosteron zu verdanken. Doch es wirkt sich auch auf die typischen männlichen Verhaltensmuster und Eigenschaften, wie beispielsweise Kraft, Ausdauer, Aggressivität aber auch das Konkurrenzverhalten aus.

Bei einem niedrigen Testosteronspiegel treten Erektionsprobleme und ähnliche Beschwerden als Symptomen auf. Es besteht also eine direkte Verbindung.

Symptome für einen Testosteronmangel identifizieren

Folgende Beschwerden können ein Anzeichen dafür sein, dass ihr Körper unter einem Testosteronmangel leidet.

  • Libido-Verlust und Erektionsstörungen
  • Haarausfall
  • Gewichtszunahme
  • Schlafstörungen und Motivationslosigkeit
  • Muskelabbau

Libido-Verlust äußert sich auch in der abnehmenden Lust nach sexueller Aktivität, was sich vor allem in bestehenden Beziehungen zu einem großen Problem entwickeln kann. Gepaart mit unangenehmen und regelmäßigen Erektionsstörungen, wenn dann einmal das sexuelle Verlangen vorhanden ist, kann dies das Sexualleben vollkommen zerstören.

Doch nicht nur in sexueller Hinsicht können sich Symptome für einen Testosteronmangel bemerkbar machen. Eine weitere Reihe an Symptomen sind Haarausfall, Gewichtszunahme und Muskelabbau, sowie allgemeine Motivationslosigkeit, Schwäche bei körperlichen Aktivitäten und Sport und letztendlich auch Schlafstörungen.

Grundsätzlich sollte man bei Verdacht auf Testosteronmangel zum Arzt gehen und sich untersuchen lassen. Anhand einer Laboruntersuchung kann der Arzt den Testosteronwert im Körper überprüfen. In der Medizin spricht man von Hypogonadismus, wenn der Hoden keine oder eine reduzierte Aktivität bei der Hormonproduktion aufweist.

Hormonersatztherapie und ihre Risiken

Bei einer entsprechenden Diagnose kann der Arzt eine Testosteronersatztherapie empfehlen, sofern mögliche Risiken auszuschließen sind. Diese Art von Therapie hat das Ziel, den Testosteronspiegel wieder zu normalisieren.

Man sollte jedoch beachten, dass es unangenehme Nebenwirkungen geben kann, wie beispielsweise eine temporäre Unfruchtbarkeit oder Atembeschwerden beim Schlafen, auch Schlafapnoe genannt. Deshalb ist eine ärztliche Behandlung unumgänglich und jegliche Versuche der Selbstbehandlung mit Präparaten aus dem Internet sind zu vermeiden. Derartige Medikamente zählen zu den rezeptpflichtigen Medikamenten, weshalb eine unsachgemäße Einnahme zu gesundheitlichen Schäden führen kann.

Potenzprobleme sind kein Weltuntergang, da man heutzutage je nach Ursache eine Vielzahl an unterschiedlichen Möglichkeiten zur Prävention und Behandlung zur Verfügung hat. Bei einem Testosteronmangel gilt es, eine ärztliche Diagnose einzuholen und sich vom Arzt gut beraten zu lassen. Einige „Zivilisationskrankheiten“, wie beispielsweise starkes Übergewicht, oder Laster wie Alkohol tragen dazu bei, dass der männliche Körper in seiner Testosteronproduktion eingeschränkt wird, was in weiterer Folge zu Potenzproblemen führt.

Auch wenn Sie sich einer ärztlichen Behandlung unterziehen können, so sollten Sie nicht vergessen, dass man in vielen Fällen gerade in Sachen Prävention auch besser auf sich selbst achten kann.