Im Internet kursieren unzählige Werbungen und Inserate für allerlei Mittelchen zur Steigerung der Potenz, von denen alle DAS ultimative Wundermittel für den Mann von heute sein wollen. Dabei müssen Sie aber als Mann gar nicht gleich zu derartigen Hilfsmitteln greifen, um Ihre Manneskraft zu stärken. Beispielsweise gibt es verschiedene und absolut einfache Übungen, die jeder Mann täglich in wenigen Minuten absolvieren kann, um Impotenz vorzubeugen zu können. Eine dieser Methoden ist das Beckenbodentraining, um die Beckenbodenmuskulatur zu trainieren. Warum gerade diese Übungen so nützlich sind? Ganz einfach!

Welche Aufgaben hat der Beckenboden?

Die Beckenbodenmuskeln sind beim Mann unter anderem dafür zuständig, dass bei einer Erektion genügend Blut in den Penis gepumpt wird. Bei einem schwachen Beckenbodenmuskel ist es daher möglich, dass nicht genug Blut in den Penis geführt werden kann und als Folge davon der Mann selbst bei sexueller Erregung keine dauerhafte oder gar nur eine unzureichende Erektion bekommt. Die Erektionsfähigkeit kann also durch das Trainieren des Beckenbodenmuskels stark verbessert werden. Sowohl die Dauer der Erektion, als auch deren Härte lässt sich dadurch leichter steuern.

Regelmäßiges Beckenbodentraining bringt viele Vorteile mit sich

Abgesehen von der Stärkung der Potenzfähigkeit ist es aber auch wichtig, ein paar andere Vorteile anzumerken, die sich beim Trainieren der Beckenbodenmuskulatur ergeben. Der Beckenboden ist nämlich nicht nur ausschließlich für die männliche Potenz verantwortlich, sondern ebenso ein Schlüsselmuskel für andere Aufgaben im Körper.

  • Körperliche Belastung
  • Inkontinenz
  • Potenz
  • Samenerguss

Ein gut trainierter Beckenboden steigert also die körperliche Gesundheit und Fitness im Allgemeinen, vor allem auch bei älteren Personen, die Probleme mit Inkontinenz haben. Mit regelmäßigen Übungen kann man bereits nach wenigen Monaten eine Verbesserung feststellen.

Sitzend, liegend oder stehend - Drei einfache Übungen für jedermann

Grundsätzlich können Männer ihre Beckenbodenmuskulatur sowohl im Stehen, im Sitzen oder aber auch im Liegen mit unterschiedlichen, einfachen Übungen stärken, die kaum mehr als ein paar Minuten pro Tag in Anspruch nehmen.

Die einfachste Übung kann man im Liegen durchführen. Es bietet sich dabei an, diese Übung in der Früh vor dem Aufstehen oder am Abend vor dem Schlafengehen zu absolvieren. Dabei liegt der Mann ganz normal auf dem Rücken mit leicht angewinkelten Beinen auf dem Bett. Nun muss der Beckenbodenmuskel für zunächst 5 Sekunden stark angespannt werden, vergleichbar mit dem Anspannen des Muskels beim Beenden des Urinierens. Danach wird der Muskel wieder entspannt und kurz darauf nach ein paar Sekunden wieder angespannt. Eine Übung besteht aus drei Durchgängen, bei denen das Anspannen des Muskels zwischen 5 und 15 Sekunden dauern kann. 5 Sekunden zu Beginn des Trainings und bis zu 15 Sekunden als Fortgeschrittener.

Im Sitzen sieht der Übungsablauf ähnlich aus. Man setzt sich entspannt in aufrechter Haltung mit beide Füßen auf dem Boden auf einen Stuhl oder Hocker. Nun spannt man seinen Beckenbodenmuskel wieder in drei Durchläufen für 5 bis 15 Sekunden stark an.

Stehend absolviert man die gleiche Übungsroutine. Man stellt sich aufrecht hin und hat beide Füße mit geringem Abstand zueinander auf dem Boden. Erneut hält man den Beckenbodenmuskel in drei Durchgängen für 5 bis 15 Sekunden angespannt.

Egal ob Sie diese Übungen liegend, sitzend oder im Stand durchführen, es ist wichtig, dass Sie auf eine konstante und ruhige Atmung achten, sowie sich darauf konzentrieren, lediglich den Beckenbodenmuskel so stark wie möglich anzuspannen und dabei Bauch sowie die Muskulatur im Gesäßbereich nicht zu beanspruchen und locker zu lassen.

Beckenbodentraining kann ohne körperliche Anstrengung zu jeder Zeit im Laufe des Tages absolviert werden, sei es sitzend am Arbeitsplatz, stehend beim Warten auf die U-Bahn oder liegend beim Aufstehen oder in der Nacht vor dem Schlafengehen. Ein paar Minuten pro Tag reichen aus, um nicht nur Potenzproblemen, sondern auch Inkontinenz vorzubeugen. Ein durchaus angenehmer Nebeneffekt, der besonders im fortschreitenden Alter nützlich sein kann.