Unter Libido versteht man das Gefühl der Lust und Leidenschaft nach sexuellen Aktivitäten, sowohl bei Männern, als auch bei Frauen. Der Begriff stammt aus dem Lateinischen und bedeutet übersetzt etwa „Begierde“ oder „Begehren“. Sie kann jedoch aus unterschiedlichen Gründen abfallen und zu einem fundamentalen Beziehungsproblem und sexueller Inkompatibilität zwischen zwei Beziehungspartnern führen. Der Verlust der Libido gilt als sexuelle Verhaltensstörung, welche durch körperliche, aber auch psychische Ursachen hervorgerufen werden kann. In Beziehungen ist es oftmals furchtbar schwierig damit umzugehen, wenn ein Partner nie Lust auf Sex hat. Viele Beziehungen sind bei sexueller Inkompatibilität zum Scheitern verurteilt, da sie ein unüberwindbares Problem darstellen, doch bevor es soweit kommt, sollte man seiner sexuellen Lustlosigkeit oder der des Partners auf den Grund gehen zu versuchen.

Libido und Potenzprobleme

Ein verringertes sexuelles Verlangen ist auch nicht automatisch mit Erektionsproblemen gleichzustellen und der Verlust der Libido bedeutet nicht direkt ein Todesurteil für jegliche sexuelle Aktivität. Ein niedriges Verlangen beim Mann bedeutet eben nicht, dass seine Potenz geschwächt ist, auch wenn dies im weiteren Verlauf eintreten könnte. Männer mit geringen sexuellen Verlangen haben weiterhin Erektionen und Orgasmen. Selbiges gilt übrigens auch für Frauen und ihrer Fähigkeit zum Orgasmus zu kommen. Es entsteht jedoch schlichtweg kein Verlangen nach Sex.

Doch die allgemeine Häufigkeit und Motivation zum Geschlechtsverkehr ist bei diesen Menschen stark reduziert. Ein Mangel dieses Verlangens nach Sex muss aber kein Dauerzustand sein. In der Tat gibt es unterschiedliche Ursachen für eine niedrige Libido, sowie Möglichkeiten die sexuelle Lust wieder zu steigen und ins Positive zu entwickeln. Davor ist es aber von grundlegender Bedeutung herauszufinden, warum die sexuelle Lust in erster Linie überhaupt verflogen zu sein scheint.

Psychische Ursachen für den Libido-Verlust

Es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichen Gründen, warum man keine Lust mehr auf Sex hat. Abgesehen von körperlichen Ursachen, wie Krankheiten, Hormonstörungen oder gar Nebenwirkungen bei der Einnahme von Medikamenten stehen auch mögliche psychische Ursachen im Raum, wie beispielsweise:

  • Stress
  • Erfolgsdruck
  • Minderwertigkeitsgefühle
  • Depressionen
  • Angst

Als unmittelbare Folge können diese Ursachen zu einem allgemeinen Schwinden von sexueller Lust führen, wenn sie sich durch Potenzprobleme nach und nach verstärken. Männer agieren zurückgezogen und reduzieren ihr sexuelles Verlangen unterbewusst, um mögliche peinliche Situationen im Bett zu vermeiden. Im Laufe der Zeit entsteht eine regelrechte Angst vor dem Sex, die nicht auch selten durch eine negative Beziehung in der Vergangenheit verstärkt wird.

Sexuelle Lustlosigkeit in einer Partnerschaft

Große Schwierigkeiten und Konfliktpotenzial können auch in einer Partnerschaft entstehen, in der einer der Partner mit dem Verlust der Libido zu kämpfen hat. Vor allem dann, wenn der Lustlosigkeit auf Sex keine Erkrankung oder sonstige körperliche Ursache zugrunde liegt, sondern psychische Gründe vorliegen. Das wirkt sich in den meisten Fällen negativ auf die Beziehung aus und verlangt ein großes Maß an Kommunikation miteinander, um auf der einen Seite auf unterschiedliche Weise weiterhin auf die Bedürfnisse des Partners eingehen zu können, aber auf der anderen Seite auch um daran zu arbeiten, dass die eigene Lust wieder gesteigert werden kann, ohne dass zusätzlich Druck und Erwartungshaltungen hinzu kommen.

Es gibt Menschen, die grundsätzlich nicht sexuell aktiv sind und auch kein Bedürfnis nach Geschlechtsverkehr im Allgemeinen haben. Andere sind wiederum aus gesundheitlichen oder altersbedingten Gründen beeinträchtigt und haben Schwierigkeiten beim Sex. Doch bei den meisten Menschen existieren ein oder mehrere Gründe, warum das natürliche Verlangen nach sexuellem Kontakt verschwunden ist.

Sofern kein körperlicher oder krankheitsbedingter Grund für das Leiden vorliegt, empfiehlt es sich in einer gesunden Partnerschaft, zusammen dem Problem auf die Schliche zu kommen und gemeinsam daran zu arbeiten, dass man wieder Spaß im Bett haben kann, denn sexuelle Lustlosigkeit muss kein permanenter Zustand sein, mit dem man sich abfinden muss.